Wildekräuterwelt

Oktober 28, 2018

Wildkräuterwelt im BioLandgut Tiefleiten

Wanderung – Wilde Kräuter entdecken, kennenlernen und verwenden.

Als Speisekammer dient uns die Wiese, der Wegrand, das Bachufer…
Gemeinsam entdecken wir Heilpflanzen und wertvolle Kräuter, die sowohl Beschwerden lindern, als auch unsere Bio-Kräuterküche verfeinern. Wir erfahren vieles über die Kräuterschätze der Natur und bekommen wertvolle Anregungen für unsere Hausapotheke.
Wir entdecken Kräuter an den verschiedensten Standorten: sonnig und warm, schattig und kühl, auf dunklem und lockerem Boden, auf lehmigem oder hartem Untergrund.
Wir sammeln und bestimmen seltene und bekannte Kräuter des Bayerischen Waldes und lernen mehr über deren Verwendung und Wirkungsweise. Als Gewürz in der Kräuterküche, als anregender Tee, als Tee bei Erkältungskrankheiten, als Stimulanz für das Immunsystem, als Heilmittel bei Verbrennungen – Kräuter können viel mehr, als sich viele von uns auch nur annähernd vorstellen können. Beobachten heißt offen und interessiert für die Natur und deren Schätze zu sein.

Begleiten Sie uns bei:

  • Wildkräuterwanderungen
  • Wildkräuterseminaren nach Jahresplan
  • Wildkräuterwochenenden z. B. Kräuterwellness oder Basenküche mit Kräutern
  • Kochkursen mit Wildkräutern und Wildfrüchten nach Jahresplan
  • Kräuterkosmetikkursen
  • Anleitungen für selbstgemachte Schmankerl bei unsern Kursen (Kräuteressig, Kräuter-Öle, Liköre, Schnäpse, Salben, etc.)

Wildkräuter sammeln, kochen und geniessen

Wildkräuter bieten alles, was man sich als Sammler, Koch und Genießer wünscht. Sie wachsen regional und saisonal, sind 100 % bio und kosten kein Geld. Frisches Grün gibt Gerichten und Speisen schnell die richtige Geschmacksnote und ist immer förderlich für die Linie und Gesundheit. Suppe aus Brennessel und Giersch – zwei köstliche Vitaminbomben – schmecken ausgezeichnet. Bärlauch und Waldmeister haben als Delikatessen längst ihren Weg in die Gourmetküche gemacht. Auch Gundermann, Sauerampfer und Löwenzahn haben begeisterte Feinschmecker gefunden.
Das Interesse an Wildkräutern, essbaren Blüten und deren kulinarische Nutzung steigt jedoch stetig. Ein heimischer Fisch mit Kräuterkruste gebraten und dazu Wildkräuter und Blüten im Salat. Das Tabouleh von Hirse mit frischer Minze und Knoblauchsrauke. Es gibt unendliche köstliche Kombinationen, die die Natur für uns bereithält. Warum frische Kräuter aus dem Blumentopf oder Gartenbeet, wenn man getrocknete auf Vorrat hat?Kräuter haben wunderbare Aromen und Düfte. Diese jedoch haben sich bei einem Großteil der getrockneten Pflanzen bereits verflüchtigt. Das Zellgefüge hält die Aromen in den Kräutern.Bei Lagerung und Trocknung verflüchtigen sich die Inhaltsstoffe. Verschiedene Kräutergruppen müssen auch unterschiedlich behandelt werden. Wildkräuter sind in der Natur reichlich zu finden. Löwenzahn und Brennessel kennt jeder, auch Vogelmire und Spitzwegerich sind bekannt.
Würzig ist der Gundermann und der Giersch. Wildkräuter sind keine Sensibelchen:

  • Sie können getrocknet oder frisch verwendet werden und bereichern uns mit neuen Aromen.
  • Heimische Kräuter vertragen keine Hitze. Klein gehackt verströmen diese gleich ihre wohlschmeckenden und intensiven Aromen. Dazu gehören Schnittlauch, Dill, Petersilie, Borretsch, Kerbel, Kresse, Bärlauch und Minze – um nur einige zu nennen.

  • Hartblättrige Mittelmeerkräuter benötigen eine kurze Hitzeeinwirkung, um ihre speziellen Aromen voll zu entfalten. Vertreter ihrer Art sind Salbei, Oregano, Rosmarin, Thymian, Majoran sowie Bohnenkraut und Lavendel.
  • Kräuter mit schnell vergänglichen Aromen vertragen weder die Temperaturen im Kühlschrank noch starke Hitze. Diese werden erst am Ende der Garzeit zu den Speisen gegeben. Dazu gehören Basilikum, Zitronenmelisse, Estragon, Kerbel und Koriander.
  • Küchen und Wildkräuter eignen sich für die Zubereitung von Kräuterbutter und Quark.
  • Kräuteröle: Kräuter und Öle in einer Flasche mischen und mindestens 4-6 Wochen ziehen lassen.
  • Kräutersalz: Die Kräuter werden fein gehackt und mit wertigem Salz, z.B. Meersalz oder Himalayasalz vermengt.
  • Kräuterschnaps oder Kräuterlikör selber machen: Wurzeln, Rinden, Knospen, Blätter, Blüten und Früchte werden mit Alkohol und Kandiszucker für den Likör angesetzt.
  • Kräuterpesto: Pesto alla Genovese wird aus frischem Basilikum, Pinienkernen, italienischem Hartkäse, Knoblauch, Pfeffer und Olivenöl zubereitet.
  • Kräuterbutter: Die Butter mit ihrem relativ neutralen Eigengeschmack ist eine ideale Basis für Kräuterzugaben.
  • Brotaufstrich: Frische Kräuter, mit Frischkäse oder Quark vermischt, begeistern die Geschmacksnerven durch ihr spezielles Aroma.

Interesse geweckt? Dann begleiten Sie uns doch bei einer Kräuterwanderung!


Wilde Kosmetik – Grüne Apotheke

Gesund & Schön mit Wildkräuter

Rund um das BioLandgut Tiefleiten finden wir auf Wiesen, an Wegrändern und Bachufern eine Vielzahl an wildwachsenden Kräutern und Heilpflanzen. Huflattich, Beinwell, Brunnenkresse, Baldrian, Ehrenpreis, Giersch, Johanniskraut, Gundermann, Löwenzahn, Quendel, Frauenmantel, Spitzwegerich und viele andere Kräuter wachsen in unserer unmittelbaren Umgebung. Neben ätherischen Ölen, Bitterstoffen und Gerbstoffen haben die meisten Kräuter noch viele andere wirksame Inhaltsstoffe.

„Gib Deinem Körper was er braucht und er wird es Dir mit Wohlbefinden danken.“

Das Aroma kommt ins Glas:

Irgendwann im September geht der Sommer ohne Ankündigung in den Herbst über. Dann ist Schluss mit der Kräuterverarbeitung, da das Aroma der Gewürze an den feuchten Tagen verblasst. Gott sei Dank haben wir viele Gläser mit getrockneten Kräutern in unserem Küchenregal. Dafür wurden nur die besten Blätter und Pflanzen getrocknet.

Der frühe Herbst ist auch die ideale Zeit um das Kräuterbeet zu regenerieren. Reichlich Licht im Beet und ein luftiger Standort der Pflanzen sorgen für ein gutes Aroma.

Steine und geflochtene Zäune helfen dabei Wind abzuhalten und Wärme zu speichern. Alte Pflanzen herauszunehmen und junge Pflanzen einzusetzen ergeben einen schnelleren Wuchs mit einer höheren Ausbeute an ätherischen Ölen.

 

Bitterkräuter sind wahre Alleskönner:

Sie bringen den Organismus in Schwung und sorgen auch für eine schlanke Linie. Bitter im Mund ist für den Magen gesund. Der Organismus braucht Bitterstoffe. Diese steigern die Produktion von Magensaft und regen den Gallenfluss an. Zusätzlich verbessern sie die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen. Vor allem regen Bitterstoffe die Basenbildung an und helfen gegen die weit verbreitete, ernährungsbedingte Übersäuerung des Körpers. Bitterstoffreiche Nahrungsmittel sind von Natur aus kalorienarm und sorgen für ein Sättigungsgefühl, sobald wir ausreichend gegessen haben. Bitterstoffe sind ein effektives Kosmetikum von Innen – ein wahrer Jungbrunnen. Im Garten gedeihen Löwenzahn, Benediktendistel und viele andere Bitterkräuter. Blätter, Blüten und Wurzeln können frisch oder getrocknet als Tee, Ölauszug und Tinktur zu unserem Wohlbefinden beitragen. Unterstützt wird der Stoffwechsel durch Tees aus Schafgarbe, Benediktendistel oder Beifuß und viele andere, verschiedene Ölauszüge oder Tinkturen.

Ätherische Öle, die natürliche Alternative:

Ätherische Öle enthalten die gebündelte Lebenskraft der ganzen Pflanze. Sie wirken unmittelbar auf unser Gehirn und beeinflussen auf diese Art physische und psychische menschliche Prozesse extrem positiv. Ätherische Öle in Duftlampen helfen bei emotionalen Problemen wie Angst, Stress, Burnout etc.– und zwar ohne Nebenwirkungen.

  • Zitronenduft aktiviert bei Erschöpfung
  • Jasmin hilft bei Ärger und Traurigkeit
  • Lavendel ist der gesunde Schlafbringer aus dem Süden
  • Rosenduft sorgt für angenehme, schöne Träume

Besonders bei Hautproblemen werden ätherische Öle erfolgreich angewendet. Auch das Immunsystem wird in der Zeit erhöhter Ansteckungsgefahr durch desinfizierendes ätherisches Öl entlastet.

Mit Kompressen werden schmerzende Gelenke oder verspannte Muskelpartien behandelt.

Ätherische Öle sind Nahrung für Haut und Sinne.

Lavendel, Rose, Melisse, Beinwell, Kamille, Ringelblume, Salbei und Schafgarbe sind typische Kräuter mit ätherischen Ölen.

Gerbstoffe sorgen für Festigkeit und Widerstandsfähigkeit

Gerbstoffe haben eine stark bindende Wirkung auf die Schleimhäute und die Eiweißstoffe der Haut und geben ihr erhöhte Widerstandsfähigkeit.
Die oberste Hautschicht wird fester und funktioniert als Schutzschicht, mildert Reize, hemmt Entzündungen, trocknet Haut und Wunden und hemmt Keimwachstum. Mundspülungen helfen bei entzündetem Zahnfleisch. Tees mit hohem Gerbstoffgehalt sind bei Angina und Durchfall äußerst wirksam. Bäder mit Gerbstoffen lindern Entzündungen, Juckreiz und Schmerzen bei Frostbeulen.


Fit bleiben im Alltag mit Kräuteranwendungen

Wohlriechend, entspannend und wohltuend

Nach einem langen und schönen Sommer helfen Sie Ihrem Organismus, sich mit Kräutertees auf die kalte Jahreszeit einzustellen. Holunderblüten, Löwenzahn, Birkenblätter, Birkenblüten, Schachtelhalm, Zitronenmelisse, Brennessel und und viele mehr.
All diese Kräuter regen Ihren Stoffwechsel an und steigern die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten. Ein würziger Tee aus den oben genannten Kräutern und Pflanzenteilen, reich an Mineralstoffen und Spurenelementen, halten den Körper in Schwung. Heilkräuter können in der kalten Jahreszeit bei Erkältungen helfen und die Beschwerden lindern. Zu Beginn einer Erkältung sollte der Organismus zum Schwitzen gebracht werden, um die Abwehrkräfte zu steigern.

Schweißtreibender Tee: Holunder- und Birkenblüten zusammen mit einer Scheibe Ingwer mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Bis zu 5 Tassen sollten täglich getrunken werden. Wird die Erkältung von Husten begleitet bieten sich Sekret hemmende, krampflösende und entzündungshemmende Pflanzen an.

Tee bei beginnendem oder verschleimendem Husten:
Holunderblüten, Kamillenblüten, Thymiankraut und Fenchelsamen vermischen. Die Mischung in einem Gefäß zerstoßen, damit die Fenchelsamen die heilenden ätherischen Öle abgeben können. Im Anschluss die Mischung mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Bis zu 4 Tassen sollten täglich getrunken werden. Schleimhaltige Arzneipflanzen lindern Reizhusten und lassen die entzündete Schleimhaut rasch abheilen.

Reizhustentee:
Huflattichblätter, Spitzwegerichblätter, Isländisches Moos, Malvenblüten und Süßholzwurzel werden mit einer Tasse kaltem Wasser angesetzt. Die Mischung sollte 1 1/2 Stunden ziehen, wird dann abgegossen und schluckweise getrunken. Dieser Tee sollte immer frisch zubereitet 3 Mal täglich getrunken werden.

Wohlfühlen mit Kräuterölen und Essenzen:
Beifußöl ist nicht nur für Fußmassagen geeignet. Beifuß wärmt, erfrischt, belebt und pflegt den ganzen Körper. Lavendelöl entspannt.

Kräuterbad zum Verwöhnen und Entschlacken:

Ein genussvolles Bad ist optimal dazu geeignet, sich selbst etwas Gutes zu tun. Mit dem ausgewählten Kräuterzusatz wird das Bad zum entspannenden Erlebnis.

Zwei Hände voller Kräuter Ihrer Wahl werden mit kochendem Wasser übergossen und 20 Minuten ziehen gelassen.

Der Kräutersud kommt ohne Blätter in die Badewanne.

  • Hautpflegend wirken Ringelblume, Frauenmantel, Beinwell und etc.
  • Entspannend wirken Beifuß, Lavendel, Salbei, Melisse, Heublume & etc.
  • Belebend und teilweise entschlackend wirken Brennessel, Thymian, Pfefferminze, Zinnkraut, etc.
  • Gänseblümchen und Giersch heilen Wunden
  • Spitzwegerich bei Insektenstichen und Wunden
  • Bei Durchfall helfen Brombeerblätter
  • Sodbrennen und Zahnschmerzen lindert Schafgarbe

Fasten und entgiften im im ruhigen Biohotel

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